DIE LINKE meldet:

Aus der Linksfraktion

  • Sozialen Wohnungsbau retten
    „Der Niedergang des Sozialen Wohnungsbaus geht weiter. Es werden zu wenige Sozialwohnungen neu gebaut und deutlich mehr fallen aus der Sozialbindung. Der Bund muss endlich...
  • Für verbindliche Mindestlohnstandards
    „Es ist zwingend notwendig, europaweit einheitliche Standards für Mindestlöhne festzulegen und Lohndumping einzudämmen. Für die Bestimmung der nationalen Lohnuntergrenzen muss die Niedriglohnschwelle ausschlaggebend sein. Nur...
  • Für eine Einbürgerungsoffensive – Einbürgerungsquote verbessern
    „Der Anstieg der Einbürgerungszahlen um 15 Prozent ist eine gute Entwicklung, lässt sich zum großen Teil allerdings auf den zeitlich begrenzten ‚Brexit-Effekt‘ zurückführen. Grundsätzlich aber...

Willkommen bei der LINKEN in und um Nienburg an der Weser

Victor Perli kommt nach Nienburg!

 

Wie Weiter in der Pflege?

 

Pflegepolitische Sprecherin der Linksfraktion zu Gast in Nienburg

 

Am 18.06.2019 stattete die Bundestagsabgeordnete und pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag Pia Zimmermann dem überaus charmanten Nienburg an der Weser einen Besuch ab.
Hier fand im Begegnungszentrum „Sprotte“ eine Veranstaltung zum Thema „Wie weiter in der Pflege?“ statt und nach der Einleitung durch die Kreisverbandsvorsitzende
Viktoria Kretschmer hielt Zimmermann ein kurzes Inputreferat zur Situation der Pflege in Niedersachsen und der Bundesrepublik.
Im Anschluss entwickelte sich eine dynamische und offene Diskussion, in welcher auch die Situation der Menschen mit Pflegebedarf und der Pflegekräfte in der Nienburger Helios-Klinik thematisiert wurde.

Auch in Nienburg leiden sowohl Pflegekräfte als auch Menschen mit Pflegebedarf unter dem Pflegenotstand. Blutige Entlassungen, extrem lange Wartezeiten trotz Termin,
Lücken in der ambulanten Versorgung vor allem in den ländlichen Gebieten und fehlende Plätze in der stationären Altenpflege zeugen vom chronischen Personalmangel
und einer ausschließlich gewinnorientierten Gesundheitspolitik der letzten Jahrzehnte. „Gesundheit oder die Abwesenheit der Selben sind individuelle Zustände.
Sie sind keine Handelsgüter, welche Anlegern und privaten Investmentfirmen satte Renditen in Aussicht stellen dürfen. Wir befinden uns in einem System,
in welchem das Alter oder ein bestehender Pflegebedarf absolute Armutsrisiken darstellen“, so Zimmermann.

Überlastete Pflegekräfte, geleistete Überstunden in geradezu absurden Mengen, pflegende Angehörige, denen durch Zuzahlungen oder Lücken in der Erwerbsbiographie im Alter selbst die Armut droht und
eine Mangelversorgung, bei welcher man weder von individueller noch von ganzheitlicher Pflege sprechen kann,
erfordern entschlossene und vor allem sinnvolle Maßnahmen Seitens der Politik.“ So Zimmermann weiter.
„Stattdessen spielt man mit der prekären Lage der Beschäftigten und der Menschen mit Pflegebedarf verstecken und
erdenkt sich eine konzentrierte Aktion Pflege, welche auf 180 Seiten nichts Konkretes, dafür aber Absichtserklärungen und viele Vielleichts vorzuweisen hat.
Immer mehr Beschäftigte kehren der Pflege fluchtartig den Rücken, der Begriff „Pflexit“ kursiert nicht nur als Hashtag auf Twitter.“

Der Druck wird an Patienten und Pflegekräfte weitergegeben. Und um allem eine Krone aufzusetzen, stülpt man uns eine Pflegekammer über und suggeriert der Öffentlichkeit, dass nun alles besser wird.
Dabei ist die Kammer eine reine Standesverwaltung und weder in der Lage noch mit den Befugnissen ausgestattet, etwas an der Pflegenot zu ändern“, so eine Teilnehmerin der Veranstaltung.



 

Die Linke feiert 70 Jahre Grundgesetz

 

Sozialbindung und Kurdendialog

Die Linke feiert 70 Jahre Grundgesetz

 


(Nienburg) Mitglieder und interessierte Gäste lud Die Linke, KV Nienburg,

mit einem kleinen Umtrunk und Imbiß zur Feier des 70.Jahrestages des Gundgesetzes in das Kulturwerk ein. Neben dem Referenten, Dr.Rolf Gössner,

Rechtsanwalt, Publizist und Menschenrechtsaktivist aus Bremen konnte die Kreisvorsitzende Viktoria Kretschmer Angehörige der jesidischen Kurdenge-

meinschaft in Nienburg sowie der Nienburger Unterstützungsgruppe für die

kurdisch-selbstverwaltete Region Rojava in Nordsyrien begrüßen.-


In seinem diesjährigen Beitrag zur Aktualität des 1949 nach Krieg und Nazi-Willkür entworfenen neuen deutschen Gesellschaftsvertrags „Grundgesetz“ betonte

Wolfgang Kopf, die Bedeutung der 18 unveränderlichen Grundrechte

sei es, auch 70 Jahre danach inneren Frieden zu stiften. Werden sie angetastet,

gilt das Recht auf Widerstand (Art.20, 4 GG). Die aktuellen Notrufe nach Enteignung spekulativer Immobilienkonzerne und ausbeuterischer großer

Wohnungbauunternehmen seien angesichts der Sozialpflichtigkeit des Eigentums eindeutig grundrechtskonform (Art 14,2 u.3 GG). Auch die kapitalismuskritische

Forderung nach Vergesellschaftung von Grund und Boden, Naturschätzen und Produktionsmitteln sei nicht „linksradikal“, sondern seit Mißbrauch des Großkapitals im

Dienste der Nazi-Verbrechen ein unveränder- bares Grundrecht (Art 15 GG). Unter der Herrschaft des Grundgesetzes sei

Sozialbindung und nicht Marktradikalismus angesagt, so Kopf abschließend.


In seinem hochinformierten und engagierten Referat plädierte Dr.Ralf Gössner

für eine radikale Neubewertung der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, ihres in

türkischer Isolierungshaft befindlichen Sprechers Abdullah Öcalan, seiner Anhänger und der hier lebenden Kurdinnen und Kurden. Das vor 25 Jahren und

nur in Deutschland erlassene PKK-Betätigungsverbot müsse aufgehoben unddie PKK von der EU-Terrorliste gestrichen werden. Die PKK heute sei -so

ein belgisches Berufungsgericht 2017- keine terroristische Organisation ,sondern legitime Partei in einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt in der

Türkei. Sie setze sich für die Menschenrechte der Kurden ein, ihr Sprecher Öcalan fordere Waffenstillstand und Friedensverhandlungen mit der Türkei, in Europa

gebe es seit langem keine PKK-Gewalt mehr. Diese PKK und ihr nahe Organisationen, mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer hierzulande mit

Anti-Terrormaßnahmen zu verfolgen und deren Grundrechte wie Vereinigungs-, Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit massiv einzuschränken, sei

verfassungswidrig. Auch angesichts der stabilisierenden Rolle der Kurden im nahen und mittleren Osten komme der europäischen und deutschen Politik

eine gesteigerte Verantwortung zur Aussöhnung und zur friedlichen Lösung des türkisch-kurdischen Konflikts zu.

 

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