"Bis das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet ist"

Die Harke berichtet am 22.03.2011

An die 500 Menschen haben gestern Abend in der Nienburger Innenstadt für die Abschaltung
der deutschen Atomkraftwerke und die Weiterentwicklung regenerativer Energien demonstriert.
Zu der Demonstration aufgerufen hatten die Kreis-Nienburger Gruppen von BUND, NABU und Naturfreunden. Unterstützt wurde die Veranstaltung von SPD, Grünen und Linken sowie dem
DGB, ADFC, Kirchenkreis Nienburg und IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges).
Was sie wollen, hatten sich viele der Teilnehmer buchstäblich auf die Fahnen geschrieben:
„Abpfiff für Atomkraft“ oder „Nur Naturstrom in my Wohnhome“ war auf Fahnen
und Plakaten der Demonstranten zu lesen, die um 18 Uhr auf dem Marktplatz vorm Rathaus
von BUND-Vorstandsmitglied Helmut Mörchen begrüßt wurden. Von dort aus ging es über
Lange Straße, Georg- und Leinstraße in die Wallanlagen am Bürgermeister-Stahn-Wall.

An der „Madonna von Tschernobyl“ mahnte Pastorin Anna Wißmann, dass die Geschehnisse in Japan „nach ernsthaftem Nachdenken über mögliche Konsequenzen“ daraus verlangten. „Wir können nicht weitermachen wie bisher“, sagte sie und forderte jeden Einzelnen dazu auf, seine Verantwortung wahrzunehmen, für das, was nach „Fukushima“ passiere. So sprach sich Wißmann etwa für die Änderung der häufig von hohem Stromverbrauchgekennzeichneten Lebensgewohnheiten der Menschen aus.

Am Springbrunnen, dem Ziel der Route, sprach Eckart Kuhlwein, umweltpolitischerSprecher der Naturfreunde Deutschlands, zu den Demonstranten.„Der 11. März hat gezeigt, dass die Atomenergie einen Krieg gegen die Zukunft führt“, sagte Kuhlwein und erklärte: „Diese Bewegung wird nicht locker lassen, bis das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet ist!“ Dies gebiete allein schon der Respekt vor den Opfern in Japan. An die anwesenden jungen Teilnehmer gerichtet appellierte Kuhlwein: „Macht es besser als die Generationen vor euch, nehmt euer Schicksal selbst in die Hand!“

Das Nienburger Kulturwerk zeigt am kommenden Montag, 20 Uhr, den Dokumentationsfilm     „Die vierte Revolution“zum Thema Energiewende. Eine Kartenreservierung wird empfohlen unter Telefon (05021) 911666.Schulklassen können sich noch anmelden für die Vorstellung am
Montagvormittag.

 

Powered by Joomla!. Template erstellt 2009 von Vadim Reimer. Gültiges XHTML und CSS. Optimiert für Mozilla Firefox.